Labrador Erziehungstipps

Der Labrador – Sinnbild für den typischen vierbeinigen Menschenfreund…

Er ist ein absoluter Familienhund, ein wirklicher Freund und er wird immer treu an Ihrer Seite sein. Aber dennoch gibt es etwas, was Sie auf keinen Fall vernachlässigen sollten:

Die richtige Erziehung! Wann Sie damit am besten anfangen? Sofort!labrador erziehungstipps

 

Machen Sie sich immer eines klar:

Egal wie alt Ihr Labbi ist, ob gerade zu ihnen gekommen oder schon lange bei ihnen zuhause, er wird immer ein Clown und verfressen sein. Erstes kann ja oftmals sehr lustig sein, wird Ihnen aber auch manchmal auf den vielzitierten Geist gehen, das zweite hingegen kann sehr gefährlich werden.

Aber der Reihe nach…

 

1. Der Rudelführer

Auch wenn Sie ansonsten sehr liberal eingestellt sind: Machen Sie ihrem Labbi gleich von Anfang an klar, dass Sie und niemand anders der Rudelführer sind.

In einer „normalen“ Familie mit Kindern sollten die Erwachsenen immer den Rang der Rudelführer haben. Wenn die Kinder noch klein sind, werden sie bei einem erwachsenen Hund eine nachgestellte Position in der Rangfolge haben, denn schließlich „muss“ der Labbi ja auch die Kinder schützen und beschützen.

Keine Bange, das ist ganz normal und wird sich im Laufe der Zeit – wenn die Kinder also älter werden – zwangsläufig ändern.

Aber die Position des Rangführers ist elementar: Sie beherrschen das Geschehen, jederzeit. Das stellt einerseits sicher, dass Ihnen dieses kleine oder auch größere Kraftbündel nicht auf der Nase herumtanzt. Andererseits gibt es Ihrem Hund aber auch die Sicherheit, die er braucht.

2. Wichtige Regeln

Um die Position des Rudelführers einzunehmen, müssen Sie Regeln aufstellen. Das gilt für jede Hunderasse, für den Labrador aber ganz besonders.

Denn er kennt jeden Trick und wird immer wieder versuchen, sich mit seinen unwiderstehlichen Blicken durchzusetzen.

Dem müssen Sie einfach einen Riegel vorschieben. Dabei ist es eigentlich ganz egal, welche Regeln Sie aufstellen. Das Schlafzimmer ist für ihn verboten, am Tisch darf er nicht betteln, über den Mund lecken darf er auch nicht– bringen Sie ihm einfach bei, was er darf und was nicht.

Ihr Labbi wird immer wieder versuchen, sich den Regeln zu entziehen. Es kann durchaus sein, dass er gerade am Anfang der Erziehung regelrecht aufbegehrt und auch laut wird, also knurrt oder bellt.

Unterbinden Sie das sofort: Schauen Sie ihn mit großen Augen und starrem Blick an – das wirkt Wunder.

Oder berühren Sie ihn ruckartig mit allen fünf Fingerspitzen einer Hand, wenn er etwas tut, was er nicht tun soll. In der Hundesprache, also in einem Rudel, käme das dem Verbeißen gleich.

Das ist kein wirkliches Beißen, sondern das ganz normale Zeichen für „Hey, lass das!“ Sie können Ihren Labrador in so einer Situation auch etwas zur Seite stuppsen, das wird ebenfalls verstanden.

3. Konsequenz ist Trumpf

Was bei allen Hunden wichtig ist, gilt für den Labrador ganz besonders: Sie müssen konsequent bleiben, immer und unbedingt.

Die alte Weisheit „erst den kleinen Finger, dann die ganze Hand“ perfektioniert er geradezu, wenn Sie ihn lassen. Bleiben Sie also dabei, wenn Sie erst einmal eine Regel aufgestellt haben.

Das wird einiges an Arbeit mit sich bringen, aber Sie haben sich nun einmal für einen Labbi entschieden, und über seine Spitzbübigkeit haben wir ja schon gesprochen.

Wenn Sie zum Beispiel die Regel aufgestellt haben, dass Ihr Freund geduldig auf der Türschwelle zur Küche liegen bleiben soll, während Sie sein Essen vorbereiten, dann setzen Sie das auch durch, immer wieder, solange bis es klappt.

Haben Sie entschieden, dass er nicht ins Schlafzimmer darf dann setzen Sie auch das durch. Das wichtigste wird immer sein: Bleiben Sie konsequent.

Allein dieser Labrador Erziehungstipp ist Gold wert.

4. Das große Fressen

Hier kommen wir zu einem Punkt, der jedem Labbi das Glänzen in die Augen treibt: Fressen!

Es scheint tatsächlich so, als gäbe es nur zwei Lebensinhalte für einen Labrador: Herumkaspern und Fressen. Wenn Sie nicht darauf achten, wird er dick und rund werden, denn Ihr Labbi wird alles gierig verschlingen, was er finden kann.

Und er ist dabei sicherlich nicht sehr wählerisch: Nudeln, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Süßigkeiten – irgendwo findet sich in seinem Bauch noch Platz, garantiert. Aber da Sie ein verantwortungsvoller und –bewusster Hundehalter sind, werden Sie das eine oder andere Stopp-Zeichen setzen – lieber eines mehr als eins zu wenig.

Gerade Süßigkeiten müssen ein absolutes Tabu sein, auch wenn Ihr Labbi noch so sehr danach schielt: Sie sind lebensgefährlich für ihn! Keine Schokolade, keine Nüsse, keine Rosinen, keine Trauben – auch wenn diese zum Obst zählen.

Hinterfragen Sie das gar nicht erst, lassen Sie es. Ihr Labrador wird es Ihnen – wenn auch nicht offensichtlich – später danken.

Ebenso lebensgefährlich ist Nikotin. Sind Sie also Raucher, sollten Sie immer darauf achten, Zigaretten oder Tabak – auch Stummel – nirgendwo offen oder überhaupt erreichbar liegen zu lassen. Glauben Sie es einfach: Ihr Labbi kommt auf Fress-Ideen, die ihnen niemals in den Sinn kommen würden, und das kann Schuhe, Möbel, Handys, Spielzeug und alles Mögliche bedeuten.

Und da kommen Sie als konsequenter Rudelführer wieder ins Spiel, denn Sie haben ihrem Labbi ja auch beigebracht, dass Sie jederzeit an sein Fressen dürfen, dass Sie ihm also den Napf jederzeit wegnehmen können, ohne dass gleich eine große Protestaktion seinerseits einsetzt.

Sie haben das noch nicht gemacht? Na, dann wird es höchste Zeit, denn auch das ist ein elementares und vor allem probates Mittel, Ihrem Labbi zu zeigen, wer der Boss im Ring ist.

Natürlich machen Sie das nicht, um ihn zu ärgern, und er wird Ihnen auch in Bezug auf das Fressen völlig vertrauen, denn er bekommt sein geliebtes Futter ja zurück. Bringen Sie ihrem Liebling sogar bei, dass Sie ihm das Fressen jederzeit aus dem Maul nehmen können.

Warum Sie das unbedingt tun sollten, ist ganz leicht zu erklären: Ihr Labbi wird nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch bei jedem Spaziergang irgendetwas vermeintlich Fressbares finden – und da lauert eine große Gefahr.

5. Aufgaben geben

Die Bezeichnung Labrador ist nur zur Hälfte richtig, denn Ihr Liebling gehört zur Rasse Labrador Retriever…

Die Rassebezeichnung ist Programm. Retrieve heißt übersetzt apportieren – und das verrät uns ganz schnell, was Ihr Labbi gerne mag: Aufgaben, bei denen er etwas aufstöbern und Ihnen bringen muss.

Er tut das für sein Leben gerne und es liegt an Ihnen, diesen Trieb zu fördern. Fangen Sie ganz klein an, indem Sie ihm einen kleinen Gegenstand zeigen und ihn daran schnüffeln lassen. Dann verstecken Sie den Gegenstand vor seinen Augen in der geschlossenen Hand und halten ihre Hand direkt vor seine Nase.

Ihr Labbi wird begeistert sein und nicht ruhen, bis er den Gegenstand hat. Dann zeigen Sie ihm, dass er Ihnen diesen Gegenstand geben soll. „Au fein, nochmal“ – das wird sein Kommentar sein.

Und mit der Zeit können Sie die Abstände zu den Gegenständen vergrößern – keine Bange, Ihr Labbi wird das schnell kapieren.

6. Keine Leckerlies?

Auch wenn es in diversen Hundeschulen oder sogar von so genannten oder selbst ernannten „Hundepsychologen“ gezeigt wird: Verzichten Sie so weit wie möglich auf Leckerlies als Belohnung!

Schauen Sie stattdessen Ihren Labrador lieb an, geben Sie ihm ein paar Worte als Belohnung. Aber bitte keine so genannte „Babysprache“ in hohen Tönen, sondern möglichst tief ausgesprochen. Ein Rudelführer „spricht“ immer schön tief, denn eine sonore Stimme bedeutet Stärke.

Und wenn Sie das nicht können, dann nehmen Sie ihn einfach in den Arm – ja, richtig in den Arm nehmen – oder streicheln Sie ihn, denn das ist viel mehr wert als jedes Leckerlie.

 

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