Labrador Beisst

Was tun, wenn mein Labrador beißt?

Kaum etwas wird so falsch verstanden wie das „Beißen“. Wohlgemerkt, aggressives Beißen, ob als Angriff oder Abwehr, kann man nicht falsch verstehen, aber das wird bei Ihrem Labrador kaum vorkommen…

Da Labrador Retriever einen sehr ausgeprägten „Familiensinn“ haben, werde sie ihren Menschen und auch Fremden niemals Schaden zufügen wollen.

Die meisten „Beißereien“ basieren schlichtweg auf Missverständnissen – und das gilt für alle gesunden Hunde.

Auch hier sind – wie in jedem Bereich des Zusammenlebens zwischen Ihnen und Ihrem Liebling – zwei Dinge unerlässlich:

Bestimmtheit und Konsequenz. Machen Sie sich immer wieder klar, dass Sie der Rudelführer sind. Besser noch: Diese Rolle wird zu einer Selbstverständlichkeit für Sie.

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Unverstandene Zärtlichkeit

Wenn Ihr Labrador Ihre Hand ins Maul nimmt und sogar anfängt, leicht auf Ihrer Hand und den Fingern zu kauen, dann ist das kein Beißen – es ist pure Zärtlichkeit. Natürlich kann das gerade bei einem jungen Hund mit seinen spitzen Zähnchen mal zwicken, aber das verzeiht man den Braunaugen doch gerne.

Tatsächlich ist wie bei Kindern, auch ein Labrador muss viel lernen – und Kinder bleiben die Hunde irgendwie die meiste Zeit Ihres Lebens.

Nur nicht falsch interpretieren…

 

Sie sollten es also nicht ablehnen, wenn Ihr Hund Ihre Hand oder auch im Übermut den Arm ins Maul nimmt, ihr Labrador beißt nicht im eigentlichen Sinne, sondern er zeigt Ihnen, wie gern er sie hat.

Viele Menschen glauben, dass das Abschlecken die größte Form der Zärtlichkeit bei Hunden ist – weit gefehlt. Lecken ist eine Art Unterwürfigkeit oder hat – zwischen Rüde und Hündin – sexuelle Hintergründe. Wahre Zärtlichkeit drückt Ihr Labrador durch zartes Knabbern aus, und das müssen Sie verstehen.

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Was aber wenn der Labrador wirklich beißt?

Nun, wie bei allem, was das Miteinander von Hund und Mensch betrifft, muss es auch hier Grenzen geben – und die müssen Sie ihrem Labrador so früh wie möglich aufzeigen…

Aber auch das ist ganz einfach, wenn Sie konsequent sind. Haben Sie sich schon einmal ein Rudel Hunde, Wölfe oder Füchse angesehen und beobachtet, wie sie miteinander spielen? Interessant und lehrreich wird es dann, wenn das Spiel wirklich heftig wird.

Die Reaktionen der ranghöheren Tiere zeigen Ihnen, was auch Ihr Labrador versteht. Da gibt es dann schnell eine Pfote auf die Nase, wenn es heftiger wird auch schon mal einen Zwicker. Dies ist jedoch nicht überzubewerten, da es sich nicht um einern ernsten Kampf handelt. Das ist ganz einfach die Sprache aller Vierbeiner, die letztendlich vom Wolf abstammen.

 

Gute Beobachtungsgabe ist  gefragt…

 

Versuchen Sie, Ihren Labrador zu „lesen“, wann das Knabbern von Zärtlichkeit in Übermut umspringt. Machen wir es einfach: Ihr Spitzbube hat gerade Ihre Hand ins Maul genommen und drückt heftiger zu als sonst – ihr Labrador beißt.

Je früher Sie da reagieren, umso leichter haben Sie es hinterher – was eigentlich in allen Bereichen der (Hunde-)Erziehung gilt.

So gehts: genau zu dem Zeitpunkt, wo das zärtliche Knabbern heftiger wird, sagen Sie laut und deutlich „Nein“ und „Aus“. Im selben Moment nehmen Sie eine Hand und fassen von oben zwischen die Zähne, Daumen auf einer Seite, die anderen Finger auf die andere, sodass die Handinnenfläche auf seiner Nase liegt…

Dabei ziehen Sie die Lefzen mit, zwischen Ihre Finger und dem Gebiss Ihres Labradors. Üben Sie dabei leichten Druck aus und bedenken Sie wie immer bei „ernsten“ Kommandos: Lachen oder lächeln müssen Sie sich verkneifen, sonst nimmt Ihr Labrador Sie nicht ernst. Hat er Sie dann aus seinem „Klammergriff“ entlassen, dürfen Sie ihn natürlich loben.

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Aggression abbauen und dem Beißen vorbeugen…

 

Ein mental und physisch gesunder Hund wird niemals aggressiv werden, wenn es keine ernste Bedrohung für ihn oder seine Menschen gibt. Denken Sie immer daran: Sie sind der Rudelführer und Sie bestimmen letztendlich, ob und wann Aggression auftreten darf – im Normalfall niemals.

Sollte Ihr Labrador dennoch eine außergewöhnliche Aggression zeigen, etwa wenn ein anderer Hund sein Revier betritt oder gefährdet, dann müssen Sie reagieren – wobei vorbeugen das beste Heilmittel ist…

Das Revier erstreckt sich im Normalfall auf die Wohnung oder das Haus mit Garten und allem drumherum. Machen Sie es doch ganz einfach von Anfang an richtig und laden Sie immer wieder andere Menschen mit Hunden ein, Sie in diesem Revier zu besuchen.

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Beginnen Sie damit, wenn Ihr Labrador noch ein Welpe ist, dann wird es normalerweise nie Probleme geben, so lange kein anderer Hund Ihren Liebling „schräg anschaut“ oder auf andere Art Druck oder Dominanz ausübt.

Sollte es dennoch vorkommen, dass Ihr Schützling Aggressionen zeigt, dann können Sie nur zwei Dinge machen:

Entweder sich dem vermeintlichen Aggressor stellen oder ihm aus dem Weg gehen. Die zweite Möglichkeit ist die einfachere und immer zu empfehlen. Sich dem Aggressor zu stellen könnte problematisch werden. Hier sollten Sie eventuell auf die Hilfe eines erfahrenen Hundetrainers zurückgreifen.

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